Chance vertan – SPD, KAH und Grüne lehnen Konzept zur Weiterentwicklung unserer Kindertagesstätten ab

 

Der Bedarf im Bereich der Kinderbetreuung steigt; das zeigen die neusten Prognosen aus dem Kreis. Logischerweise sollte für einen solchen Mehrbedarf langfristig geplant werden. Immerhin besteht ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Nun war von der CDU Folgendes vorgeschlagen: Der Gemeindevorstand sollte prüfen:

  1. a) Wie ausgelastet die einzelnen Kindertageststätten sind.
  2. b) An welchen Standorten an- oder umgebaut werden kann, um dort weitere Gruppen aufzunehmen.
  3. c) Ob zusätzlich ein Neubau notwendig sein wird.

Dabei sollte – als eine mögliche Option – mit der Stadt Breuberg über eine Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ)gesprochen werden; kurz: Ein gemeinsamer Kindergarten. Klarer Vorteil: Wenn der Bedarf wieder sinken sollte, kann die Einrichtung trotzdem ziemlich problemlos beibehalten und instandgehalten werden, denn die Kosten würden geteilt. Außerdem gibt´s dafür einen gefüllten Fördermitteltopf, von dem wir hätten profitieren können.

Das Gesamtpaket sollte den Ausschüssen und der Gemeindevertretung zur Beratung und Abstimmung vorgelegt werden, damit wir als die Entscheidungsträger konkret über die einzelnen Vorschläge abstimmen können. Immerhin müssen wir alle für die Entscheidung zur Finanzierung geradestehen. Man könnte auch „Bedarfsentwicklungsplan“ dazu sagen, wie wir ihn beispielsweise im Bereich der Feuerwehren haben. Diesen bekommen wir nach Fortschreibung zur Besprechung und Abstimmung vorgelegt.

Hätte man haben können, wollte man aber mehrheitlich nicht. Erstaunlicherweise erhielten wir im Haupt- und Finanzausschuss sogar noch Zustimmung von SPD und Grünen. Später in der Gemeindevertretung war seitens SPD, KAH und Grünen jedoch Folgendes zu hören: Die Verwaltung beschäftigt sich bereits mit den Kindergärten, mit einem Neubau gibt es vielleicht mehr Verkehr und wir müssten uns mit der Stadt Breuberg absprechen.

  1. Dass sich die Verwaltung bereits jetzt mit den Kindergärten auseinandersetzt, haben wir nie in Frage gestellt. Logischerweise tut sie das verantwortungsbewusst. Denn alles andere wäre grob fahrlässig. Alle 31 Gemeindevertreter sollten darüber hinaus aber ein hohes Interesse daran haben, nicht nur kurzfristig darüber nachzudenken, ob es sinnvoll ist, neue Spielgeräte anzuschaffen oder die Fenster zu erneuern. Wenn wir die Qualität der Kinderbetreuung stetig verbessern wollen, brauchen wir einen umfassenden Überblick in allen Gremien und eine Vision, wo es zukünftig hingehen soll. Ein guter Ansatzpunkt dafür sind die in den Haushaltsentwürfen aufgeführten Entwicklungsprognosen; das hätte man nutzen können.
  2. Ja, wo neu gebaut wird, besteht die Möglichkeit, dass dort Verkehrsaufkommen entsteht. Würden SPD, KAH und die Grünen ihr eigenes Argument aber ernst nehmen, müssten sie folgerichtig generell gegen jegliche Art des Bauens sein. Dies bedeutet: Kein Seniorenheim am See, kein Neubau des CAP-Marktes, keine Renovierung von Dorfgemeinschaftshäusern oder sonstigen Treffpunkten und kein Anbau an bestehenden Kindergärten. Das alles verursacht nämlich potenziell mehr Verkehrsaufkommen.

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